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Die Geschichte der Feuerwehr Klaus

Die Anfänge

Die vergangene Jahrhunderwende war die Zeit, in der die Freiwilligen Feuerwehren ins Leben gerufen wurde, um bei auftretenden Katastrophenfällen wie bei Bränden, Hochwasser u. ä. Ereignissen durch organisierten Einsatz rasch und wirksamer eingreifen und so die betroffenen Mitbürger vor allzugroßen Schäden und Folgen bewahren zu können.

 

Die Gründerversammlung, einberufen vom damaligen Gemeindevorsteher Alexander Längle, fand am 2. November 1924 im Gasthaus "Löwen" statt. imsgesamt fanden sich 21 Männer aus Klaus bereit, dieser Sache zu dienen.

 

 

Requisitenschuppen umd die Jahrhundertwende, mit Handpumpe

Requisitenschuppen um die Jahrhundertwende,
mit Handpumpe

Sie wählte dann aus ihrer Mitte Schützenmeister Johann Jakob Summer zum ersten Kommandanten. Eine Geldsammlung und die Unterstützung der Gemeinde Klaus ermöglichten die Anschaffung eines Schlauchhaspelkarrens und einer Trage. Zu der damligen Ausrüstung gehörten neben einer Bluse und einem Helm auch Leitern, Fackeln, Schaufeln und ähnliches Werkzeug. Die erste Errungenschaft der Freiwilligen Feuerwehr Klaus war die Erbauung des Zeughauses im Jahre 1926 und dessen Einweihung. Dadurch wurde eine zentrale Verwahrung der Gerätschaften möglich. Das alte Requisitenhaus in der Vorstadt (auf dem Grund von Nachbauer Ernst) wurde ab diesem Zeitpunkt nicht mehr benützt. Einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte brachte dann das Jahr 1936, als die Vereinsfahne geweiht werden konnte.

Die Kriegsjahre

Die politischen Wirren in den 30er Jahre und der Zweite Weltkrieg hinterließen auch in unserem Verein furchtbare Spuren. Im Jahre 1939 schreibt der Chronist: "Nun nimmt der Krieg immer größere Ausmaße an. Einige Kameraden denken schon ans Einrücken". Die große Handpumpe aus der Zeit um 1900, die von einem Pferd gezogen und von je 4 Mann links und rechts betätigt wurde, mußte im Kriegsjahr 1944 für Rüstungszwecke abgeliefert werden. So ging ein altes Stück Dorfbesitz verloren. Die Vereinstätigkeit ruhte von 1939 bis 45. Die aus dem Krieg zurückgekehrten Mitglieder taten sich im Jahre 1945 wieder zusammen und mußten wenige Monate später ihren ersten Kommandanten Johann Jakob Summer zu Grabe tragen.

Der Neubeginn

Zeughaus von 1926-1974

Zeughaus von 1926-1974

Nachdem die alten Vereinszustände hergestellt waren, ging es bei unserer Wehr wieder aufwärts. Durch die Anschaffung der ersten Motorspritze und eines selbst zusammengebauten Transportwagens im Jahre 1947, der 2 Jahre später von einem gummibereiften Anhänger abgelöst wurde, nahm die Wehr bedeutend an Schlagkraft zu. Eine weiter Verbesserung war auch die Anschaffung einer elektrischen Sirene im Jahre 1950. Bis dahin erfolgte die Alarmierung durch einen Hornbläser und das Läuten der Kirchenglocken, sowie den Einsatz einer Handsirene ab dem Jahre 1940.

 

 

Als im Jahre 1951 der erste Mannschafts- und Gerätewagen angekauft wurde, konnte die Leistungsfähigkeit um einiges gehoben werden. Das 30jährige Bestehen des Vereines wurde im Jahre 1954 mit Kommandant Nachbauer Gottfried und Festobmann Bürgermeister Längle Fridolin als zweitägiges Dorffest gebührend gefeiert. Im Rahmen des 40jährigen Gründungsfestes im Juli 1964 übergab Bürgermeister Ernst Summer dem damaligen Kommandanten Franz Josef Halbeisen das bis ins Jahr 2004 im Einsatz stehende Löschfahrzeug "Bedford".

 

 

10 Jahre später (1974) erfolgte beim 50jährigen Gründungsfest die feierliche Einweihung des neuen Feuerwehrhauses, um dessen Errichttung sich Kdt. Hans Ludescher, der 1965 zum Kommandanten gewählt worden war, besonders verdient gemacht hatte. Weiters bekam die Wehr einen eigenen Raum für die Schulungszwecke und für die wohl unentbehrlich gewordene Kameradschaftspflege, die mit den jährlichen Höhepunkten Faschingskränzchen und Vereinsausflug bis heute in traditioneller Weise fortgesetzt werden. Die feierliche Einweihung unseres Mannschaftswagens fand am Ostermontag, dem 31.3.1975, statt.

Der Einzug der Technik

In den späten 70er Jahren des letzten Jahrhunderts hielten immer mehr technische Neuerungen den Einzug in die Feuerwehr und revolutionierten die Brandbekämpfung enorm. In diesem Zuge ist der Kauf von Atemschutzgeräten erwähnenswert. Dadurch wurde eine raschere und wirksamere Brandbekämpfung möglich gemacht. Auch die Anschaffung von zwei tragbaren Funkgeräten und einer mobilen Funkstation im Jahre 1978 trug zum reibungslosen Ablauf eines Einsatzes bei. Mehrere technische Verbesserungen kamen in den folgenden Jahre dazu: Wasserwerfer, Lichtstromaggregat, Schutzbekleidung Marke "TELED", die wasserundurchlässig ist und auch einiger Zeit dem Feuer trotzen kann.

 

 

Gerätehaus von 1974-1995 mit Fahrzeugen.

Gerätehaus von 1974-1995, mit TLF, LF und KLF

Am 20.12.1986 konnten wir mit Stolz das neue Tanklöschfahrzeug von Fahrzeugbau Marte
übernehmen und am 20.4.1987 feierlich einweihen.

 

 

Mannschaftsfoto 1985

Mannschaftsfoto 1985

1989 wurde Hans Ludescher nach 24 Dienstjahren als Kommandant von Bitsche Herbert abgelöst. Der neue Kommandant hatte noch im selben Jahr mit der Durchführung des Landesfeuerwehrverbandstages und der Vorarlberger Katastrophenübung die Feuertaufe zu bestehen. 1991 wurde im Winzersaal Landesfeuerwehrinspektor Erwin Wiederin in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Am 30.10.1991 wurde unser Kommandant Bitsche Herbert vom Landesfeuerwehrverband als Nachfolger des verstorbenen Herrn Rudolf Rauch zum Bezirksvertreter gewählt.

 

 

Aufgrund der wachsenden Industrie und des größeren Mannschaftsstandes der Wehr wurde 1992 ein Kleinlöschfahrzeug mit einer Tragkraftspritze angeschafft und am 13.10.1992 im Rahmen eines kleinen Festes und einer Meßfeier beim neuen Winzersaal eingeweiht. Die Gemeindevertretung von Klaus beschloß 1993 den Bau eines neuen Feuerwehrhauses aufgrund bestehender Raumnot und fehlender Schlauchpflegeanlagen.

 

 

Neues Gerätehaus 1996

Neues Gerätehaus.

 

 

Am 12.8.1994 erfolgte der Spatenstich und am 14.7.1995 feierte man gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde und der Feuerwehr unserer Partnergemeinde Donnerskirchen die Firstfeier. Die Einweihung dieses Hauses am 23.6.1996 bedeutet für die Feuerwehr Klaus einen weiteren wichtigen Meilenstein. In Verbindung mit dem Bauhof ist das Gebäude eine zukunftsweisende Investition der Gemeinde zum Wohle aller Bewohner unseres schönen Dorfes.

 

 

Mannschaftsfoto im Jahre 1996

Mannschaftsfoto 1996

Die verantwortlichen Dienstgrade der Feuerwehr Klaus, allen voran Kdt. Bitsche Herbert, beschlossen, aus dem Gewinn des Feuerwehrfestes ein Lastfahrzeug Marke VW LT35 mit Pritsche anzuschaffen. Sie leisteten mit ihrem unermüdlichen Einsatz und mit großer Unterstützung aller Wehrkameraden beim Neubau und bei der Adaptierung des Fahrzeuges einen wesentlichen Beitrag zu einer erfolgreichen Zukunft der Feuerwehr Klaus.

 

 

Am 26.2.1999, anläßlich der Jahreshauptversammlung, gab Kdt. Herbert Bitsche seine Berufung zum Bezirksfeuerwehrinspektor und die damit verbunden Abgabe seines Amtes als Kommandant bekannt. Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig Eugen Broger gewählt, der bis zu diesem Zeitpunkt Vizekommandant war. Dieser Posten konnte durch den Sohn von Bitsche Herbert, Markus nachbesetzt werden. Auf der Gemeindevertretersitzung am 3.3.1999 wurde der Ankauf eines neuen Mannschaftstransportfahrzeuges mit Kommando-Funk-Ausrüstung beschlossen.

Das Neue Jahrtausend

Mit dem neuen Jahrtausend kammen auch neue Herausforderungen auf unsere Feuerwehr zu. So wurden im Jahr 2000 Pager für die stille Alarmierung angekauft. Im Zuge der Ausgliederung diverser Gerätschaften des Landesfeuerwehrverbandes wurde der Lichtanhänger in unseren Fuhrpark aufgenommen.
Im Herbst 2003 wurde in Vorarlberg der 1. Atemschutzwettkampf nach steirischem Vorbild durchgeführt. Seither findet dieser Wettkampf jährlich in einer Gemeinde unseres Löschkreises statt.

Mannschaftsfoto im Jahre 2002

Mannschaftsfoto 2002

 

 

Eine für unsere Feuerwehr sehr wichtige Entscheidung wurde am 6. Juli 2003 getroffen. Die Gemeine Klaus beschloß den Kauf eines neuen Löschfahrzeuges als Ersatz für den in die Jahre gekommen "Büffel". Im Dezember konnte das Fahrzeug bei der Firma Fahrzeugbau Marte bestellt werden.

 

 

Einweihung LFB-A

Einweihung des neuen Löschfahrzeuges 2004

 

 

Im selben Zug wurde eine neue Tragkraftspritze für das KLF bestellt. So konnte sicher gestellt werden, das auch dieses Fahrzeug auf einem aktuellen Stand bleibt.
Am 10. und 11. Juli 2004 wurde mit der 80 Jahr Feier ein weiterer Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte gesetzt. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden die Nassleistungsbewerbe der Bezirke Feldkirch und Dornbirn abgehalten.
Am Sonntag folgte die Einweihung des 2 Tage zuvor gelieferten LFB's.

Mit diesem Fahrzeug und den Gerätschaften wurde sichergestellt, daß unsere Feuerwehr nichts an Schlagkraft einbüßt und den neuen Anforderungen im sich immer rascher verändernden Umfeld sicher gewachsen ist. Im September erhielten wir zudem eine Wärmebildkamere neuester Generation, um im Abschnitt Vorderland bei etwaigen Einsätzen andere Wehren zu unterstützen.

 

 

Mit tatkräftiger Unterstützung unseres Abschnittsfeuerwehrkommandanten Manfred König wurde am 26. August 2004 mit der Gründung unserer Feuerwehrjugend auch ein aktiver Schritt in Richtung Nachwuchsförderung unternommen. Im Zuge der Gründungsfeier wurden 13 Jugendliche aufgenommen. Unter Zugskommandant Hermann Moser nahmen 3 weitere Betreuer die Herausforderung der Jugendarbeit an. Gleich im ersten Jahr konnten vielfälltige Übungen und Aktionen realisiert werden.

Gründung der Feuerwehrjugend 2004

Gründung der Feuerwehrjugend
26. August 2004

 

 

Aber nicht nur technisch einwandfreies Material garantiert den klaglosen Ablauf eines Einsatzes; auch ein entsprechendes Ausbildungsniveau der damit befaßten Wehrmänner ist erforderlich. Dies wird mit dem Besuch der Lehrgänge beim Landesfeuerwehrverband (LFV) sowie den Probentätigkeiten und Schulungsabenden gewährleistet. Auch die Beteiligung an den Leistungsbewerben ist ein wichtiger Beitrag zur Motivation und Ausbildung der Jungfeuerwehrmänner.

 

Möge der Geist der Kameradschaft und der Eintracht unsere Wehr weiterhin gestehen lassen, denn nur so wird es möglich sein, unserem Grundsatz "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr", gerecht zu werden.

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