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... China ist Geschichte.


 

Reisebericht - 1. Teil

Moses
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Weisheit des Tages:
Peking ist groß - China ist riesig - die Chinesen sind klein!

Wetterbericht:
Temperatur ca. 35°C - Luftfeuchtigkeit groß - leichter wind - Smog


Die Details:
Lang lebe die moderne Technik. Am Flughafen hat man heute ein A4 Blatt in der Hand. Ein freundlicher Herr bittet mich, den elektronischen Check-In Schalter zu benutzen. Hier wird gespart. Ja, ja. Die Treibstoffkosten. Als braver Kunde geht man an das Terminal. Nur um nach ein paar Minuten eine Fehlermeldung zu erhalten, die einem sagt, man solle sich doch an den "Helpdesk" wenden. Bedeutet: Check-In wie zu guten alten Zeiten. Ok - ich laufe zum Schalter - Bruno versucht nach wie vor elektronisch einzuchecken. Eine freundliche junge Dame empfängt mich. Auf ihrem Namensschild steht mit ebenso freundlichen, großen Buchstaben bedeutungsvoll "Junior - Agent". Aha. Nach ca. 15 Minuten ist mir klar warum. Die Deutschen nennen so jemanden "AzuBi" - alles klar? Ich mache einen Versuch durch, damit die AzuBi am Ende erkennt: In Peking gibt es mehr als einen Flughafen (zu diesem Zeitpunkt hat mein Koffer schon so ein Adress-Scan-Dingsbums). Alles wieder weg. Von vorne. Inzwischen ist auch Bruno endgültig am elektronischen Check-In gescheitert und wendet sich an den Schalter nebenan, hat nach 3-4 Minuten eingcheckt und gut ist. Seit wir versuche einzuchecken sind wohl schon 20 Minuten vergangen. Im zweiten Anlauf klappt es besser, ich bekomme meine Boardingpässe, mein Koffer einen neuen Kleber und gut ist. Auf die Frage, ob wohl mein Koffer ankommen wird meinen sowohl "Junior Agent" und "Coach", daß dies wohl selbstverständlich sei. Bruno's Flug nach Kopenhagen geht ca. 30 Minuten früher und hat auch schon ein Gate zugewiesen, meiner noch nicht (obwohl alle anderen Flüge zur gleiche Zeit bereits eins haben). Ich muß also warten, wir verabschieden uns derweilen. Knapp 30 Minuten vor dem geplanten Abflug scheint auf der Anzeigetafel ein Gate für meinen Flug auf. Zum Glück ist am Security Check nicht viel los - aber es wäre auch egal gewesen - der Flug hat schon bei der Landung Verspätung -somit auch sicher beim Abflug.
Wir starten dann um 18:25 - statt um 6. Das wird in Frankfurt wohl etwas eng. Über den Flug gibt es wohl nichts zu sagen. Direkt am Gate in Frankfurt steht ein kleiner, junger Mann mit einem Schild "Beijing CA 932". Mein Flug. Er erklärt mit brav in Englisch, daß ich bitte mit ihm mitkommen soll. Nachdem ich in Deutsch antworte und nachfrage, erklärt er mir, daß ich direkt zum nächsten Gate gebracht werden. Runter in den Untergrund. Ein Bus wartet auf uns beide und bringt uns durch den frankfurter Flughafen. Dann gehts zu Fuß durch die Katakomben direkt zum Gate, wo auch schon eine 747 auf viele Chinesen und wenige Europäer wartet. Die Europäer erkennt man gut daran, daß ihre Köpfe aus der Masse der Chinesen heraus schauen! Ruck Zuck wird eingestiegen und mit wenig Verspätung gehts auf die Reise. An diesem Flug ist erwähnenswert, daß das Essen bereits annähernd chinesisch ist. Reis. Schlechtes Brot. Deutsches Joghurt. Deutsche Butter. Kein Bildschirm in der Rücklehen, dafür 2 Projektoren. Die Bilder zu klein und zu schlecht um etwas erkennen zu können, an dieser Stelle bin ich mir sicher, daß dieser Jumbo Jet aus der ersten Baureihe stammt.
Irgendwo über Russland wird mir die unglaubliche Weite dieses Erdteils klar. Man fliegt mit beinahe 1000km/h dahin uns sieht 10 Minuten lang nur Wildnis, keine Strasse, nichts. Dann ein Feld und wieder lange nichts. Eine Strasse. Nichts. Dann kommt irgendwann die Wüste, durchkämmt von wenigen Strassen oder Wasserläufen. Wären diese ausgetrocknet, hätte der Flug genau so gut über den Mars führen können. Das unkundige Auge hätte keinen Unterschied wahr genommen - nur die Krater hätten gefehlt. Bereits im Landeanflug auf Peking wird klar, daß die Luft hier anderst ist. Spätestens wenn man dann am Ende der Landebahn in Richtung Terminal abdreht und den Beginn der Landebahn nicht mehr erkennt, weiß man, daß das Versprechen der "Grünen Spiele" wohl nicht ganz aufgehen wird. Der Flughafen ist topmodern, die Architektur sehr toll, die Einreise einfach als in die USA. Jetzt ruft mich Bruno an und sagt, er würde am Ausgang auf mich warten - er hätte wohl 40 Minuten nach mir ankommen sollen. Am Bagaige Claim die freudige Überraschung: Mein Koffer ist da - ich hätte im nur eine Chance von 40:60 gegeben.
Mit dem Taxi fahren wir  nun zum Büro unseres Arbeitgebers, zu diesem Zweck hat man uns freundlicher weise die Adresse in großen chinesischen Lettern zugesandt. Damit kann der Taxifahrer etwas anfangen und befördert uns prompt ans Ziel. Auf der Fahrt dahin wissen wir, warum Europäer einen Führerschein machen müssen, wenn sie in China ein Auto fahren wollen. Ich behaupte mit der Griechenland - Torino - Doha Erfahrung würde es gehen - aber bei diesen Taxi-Preisen will ich nicht fahren. Eine Fahrt quer durch die Stadt (Peking hat 17 Millionen Einwohner) kostet umgerechnet 15 Euro und dauert wohl eine Stunde. Unsere durchschnittlichen Fahrten kosten uns 12 RNB - 1 Euro 20. Im Büro erhalten alle Neuankömmlinge eine Einschulung, was uns mehrere Stunden kostet.
Am Ende gibts die "Great & Meet" Party. "Bear & Meat" wäre uns lieber gewesen. Nachdem ich jetzt an die 35 Stunden unterwegs bin, will ich eigentlich nur noch ins Bett und mache mich daher alleine auf den Weg zu meinem Appartement, da ich etwas ausserhalb wohne - in der Nähe meiner Sportstätte. Selbst der Taxifahrer kennt die Gegend nicht, ich zeige im auf der Peking Karte, wo ich gerne hin wollte, die Adresse auf dem Blatt Papier in chinesisch hilft  nichts. Trotzdem muß er unterwegs noch 3 mal Passanten nach dem richtigen Weg fragen. Inzwischen könnte ich ihm den Weg beschreiben.... Was allerdings erwähnt werden muß, daß auf der Fahrt zu keinem Zeitpunkt Unsicherheit aufkam. Ich glaube, in einem Züricher Vorort kann man sich gefährdeter fühlen. Langer Rede kurzer Sinn: Bin gut angekommen. Unterbringung gut (Neubau. Wir sind Erstbewohner. 17tes Stockwerk.)

wân'än - Moses



Letzte Änderung: 05.08.2008 um 09:35 von Moses

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Kommentare:

HEY By Unbekannt on 05.08.2008 at 21:24
Wenn einer eine Reise tut, dann ...


dnalor

Gin heute bei einem Chinesischen Restaurant vorbei
1 Lokal? By Unbekannt on 06.08.2008 at 16:01
Hallo Dnalor

Bin heute an ca. 30 chinesischen Lokalen vorbeigegangen - in eines sogar hinein!

Gruß Moses

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