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... China ist Geschichte.


 

Reisebericht - 2. Teil

Moses
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Weisheit des Tages:
Rom wurde nicht an einem Tag gebaut - die chinesischen Schriftzeichen nicht in einem Jahr erfunden.

Wetterbericht:
Bewölkt - Regenschauer - Temperatur ca. 25°C - Wind - kaum Smog
Gerüchten im Technikerklatsch zu folge, sind in der Nacht die Silber-Jodid Bomber aufgestiegen und haben begonnen die Wolken zu impfen. Falls dem so war, mit Erfolg: Am frühen Morgen gab es erste Regenschauer, tagsüber auch kleinere Gewitter. Begleitet von auffrischendem Wind klarten die Sichtverhältnisse in Beijing auf und man konnte plötzlich mehrere Kilometer weit sehen!


Die Details:
Nachdem wir jetzt bereits 4 Tage in Beijing sind, fühlen wir uns langsam aber sicher immer besser zu recht. In der Nähe unserer Unterkunft haben wir bereits 2 vernünftige "Speisestätten" entdeckt. In der vornehmeren - durchaus als Restaurant zu bezeichnen - gibt es eine Speisekarte mit Fotos und englischen Untertiteln. Wohlgemerkt: Eine - nicht etwa zwei. Und zumindest eine junge Dame spricht etwas Englisch. Im zweiten Lokal gibt es nur ein A4 Blatt mit sehr vielen chinesichen Zeichen und ein paar Zahlen - das sind vermutlich die Preise. Hier spricht dann genau niemand Englisch, Deutsch, Italienisch oder Spanisch. Dafür bekommt man dann hier wohl typisch lokale Küche - exzellente Fleischspieße vom Grill (vor der Tür) - gewürzt mit Chili und Kümmel. Auf die Frage, was wir da vorgesetzt bekommen, hielt der Koch die Finger an den Kopf - wohl als Zeichen von Hörnern. Wir dachten, es würde sich wohl um eine Kuh oder ähnliches handeln. Irrtum: Ziege wäre die richtige Antwort gewesen. Klingt komisch, wahr wohl so und hat trotzdem gut gemundet. Auch am anderen Tag war ich wohl die unterhaltsamste Erscheinung im Lokal. Alleine mein angestrengter Blick auf die "Speisekarte" lockte dem gesamten Nachbartisch und dem Küchenpersonal ein Grinsen ins Gesicht. Als ich dann an Hand eines Fotos an der Wand bestelle wieder ein Lächeln, erst recht als ich versuche ein Bier zu bestellen. Es bleibt nichts anderes übrig, als selber zum Kühlschrank zu gehen und die Flasche herauszunehmen. Jetzt versteht auch ein Chinese. Das Essen wird serviert und wieder blickt der Nachbartisch gespannt zu mir herüber, wie ich wohl mit den Stäbchen zu recht komme. Glück gehabt: die Sojanudeln sind recht kurz und können leicht aufgepickt werden. Die Erlebnisse wiederholen sich: auch als wir wieder einen Tag später zu zweit im Restaurant zu Abend essen und wir Garnelen an einer Chili-Pilz Sauce ordern weißt uns die etwas Englisch sprechende Bedienung darauf hin, daß dieses Gericht wohl "Spicy!!!" ist. Wir bestellen trotzdem und wieder späht die ganze Küchenmannschaft um die Ecke um zu sehen, ob diese komischen Europäer sich jetzt wohl die Geschmacksnerven im Mund vernichten. Das Gericht ist dann wohl heiß und auch scharf - kann es jedoch nicht mit dem "Spicy Chili Chicken" aus Doha aufnehmen und wir blamieren uns an diesem Abend nicht durch unsere Esskultur. Wohl aber mein Mitbewohner, als er versucht mit der netten Bedienung etwas zu flirten - und daß auf chinesisch. Das unterhält dann wohl die im Lokal verbliebenen 15 Menschen aufs Beste. Immerhin: die Telefonnummer hat er bekommen. Bei den Preisen im Gasthaus verzichte ich ab sofort darauf, irgend etwas selber zu kochen. Das Abendessen für zwei Personen mit Getränken hat uns ganze 119 RMB gekostet - 11,90. Im typisch chinesischen Lokal hat das Essen 16 RMB gekostet. Die Menschen hier sind ansonsten extrem nett und hilfsbereit. Als ich Abends vergeblich versuchte die Waschmaschine in Betrieb zu setzen, konnte ich kurzer Hand ohne große Schwierigkeiten unsere Nachbarin dazu bewegen, die richtigen Knöpfe zu drücken. Würde bei uns eine Frau mit einem wildfremden Ausländer der auch kein vernünftiges Wort spricht, in dessen Wohnung gehen?
Jetzt stehen uns noch 2 "Arbeitstage" (ja ich schreibe diese E-Mail während meiner Arbeitszeit oder nennen wir es jetzt schon Anwesenheitszeit) bevor, dann sollten wir eigentlich ein paar Tage frei haben und wollen die Gelegenheit nutzen, um die Stadt etwas anzuschauen: auf dem Plan stehen sowohl die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, aber auch den "Silk Market" und gleich daneben der "Fake Market". Hier wird wohl alles gehandelt, was irgendwie nachgebaut werden kann.... Wer also noch eine Rolex oder dergleichen benötigt, kann sich noch melden.


Nie Ha - Moses



Letzte Änderung: 05.08.2008 um 09:35 von Moses

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Kommentare:

Bier By Unbekannt on 05.08.2008 at 21:30
Lieber ein Bier in der Hand als ein Schnitzel im Hals.

Dnalor

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