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... China ist Geschichte.
Reisebericht - 7. Teil |
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Weisheit des Tages:
Repeat Until Games==Finished
Wetterbericht:
Wechselhaft - Wolken - Smog - Regen - Sonne
Die Details:
Ein herzliches Hallo ins ferne Europa!
Mit der Abreise von Bruno, der inzwischen schon wieder bei den Bregenzer Festspielen am Start ist, gibts nun in Peking einen Österreicher weniger, dafür ist unsere Wohnungsgemeinschaft jetzt vollzählig und ich gegen 2 Deutsche in der Unterzahl
.
Der Alltag in Beijing hat zugeschlagen. Da ich ja seit dem 8.8. durchgehend "arbeite," ergibt sich hier nicht mehr viel Neues - die Bewerbe fangen bei "meinem" Venue ja erst am 15. an. Somit fahre ich so zwischen 9 und 10 ans Venue, checke kurz die Anlage und darf mich dann mit den Chinesen herumschlagen. Diese Menschen mag verstehen wer will, ich auf jeden Fall nicht. Ihre nervigste Eigenschaft: Es muß laut sein und davon möglichst viel. Ich habe das Pech vor meinem Arbeitsplatz einen Fernsehr zu haben. Dort überträgt das chinesiche Fernsehen (CCTV) alle Bewerbe, in denen irgendein Chinese teilnimmt und dieses Angebot wird von den chinesischen Kollegen im Sports Presentation Room gerne wahrgenommen. Die Kiste läuft von Morgens bis Abends - zu 90% mit 100% Lautstärke. Dabei ist es egal das der Ton nur noch zerrt und scheppert, hauptsache laut. Daneben spielt ein Crack irgendein China-Ballerspiel - ebenso in voller Lautstärke. Noch einen Arbeitsplatz weiter hört jemand Musik - selbstverständlich ohne Kopfhörer - dahinter noch ein Fernsehgerät mit der Dauerberieselung. Gejubelt wird beim Auftritt jedes Chinesen, egal welche Platzierung er inne hat und egal wie gut oder schlecht seine Leistung ist. Dazu noch alle Handyklingeltöne, die NIEMALS ansteigend sein dürfen, sondern immer mit MAXIMALER Lautstärke starten müssen! Dies alles hält übrigens den geübten Chinesen nicht am Schlafen direkt 30cm vor dem Fernsehr ab!!!

Diese Geräuschkulisse überfordert mich zeitweise extrem. Da geniesse ich dann die etwas ruhigeren Tage beim BMX Venue. Da die Räumlichkeiten hier etwas beengter sind und es nur einen Fernsehr gibt, ist es etwas ruhiger - speziell wenn gerade keine "chinesiche" Sportart übertragen wird und der Fernsehr daher mit einem normal bis leisen Pegel betrieben wird. Jetzt ist es Zeit für Beamten Mikado: wer sich zuerst bewegt hat verloren. Und dieser Titel ging an Österreich! Zwei Tontechnikerinnen schlafen vor dem Fernsehr bzw. auf dem Mischpult, der Videoperator ist ein Zappelphilip und gähnt ständig, die Assistentin des Sport Director kann ich nicht direkt sehen - sie ist aber sehr diszipliniert und bewegt sich kaum. Der deutsche Procon-Techniker hat eine sehr unangenehme Sitzposition auf einer Kiste und muß sich zwangsweise alle 15 Minuten einmal bewegen. Da mein Laptop micht stundenlang mit Musik versorgt und meine Stuhl ok ist, habe ich einen klaren Startvorteil. Als dann plötzlich ein Athlet auftritt, applaudieren die beiden Tontechnikerinnen. Zappelphilip hat sowieso keine Chance, Procon ebenso wenig. Somit ist es ein Zweikampf zwischen der Assitentin und mir. Da sie sich nicht anlehnen kann, kippt ihr Kopf nach einer 3/4 Stunde nach vorne. Sieg! Mit 5 Minuten Vorsprung (ich wurde angerufen und mußte mich bewegen um das Handy abzunehmen
) eine klare Sache. ACH JA: Das war ein "Reharsal" (zu gut Deutsch: Probe). Start um 14 Uhr, die Chinesen treffen um 14:30 Uhr ein, dann beginnt so eben beschriebenes Prozedere bis 16:45 Uhr!!!, plötzlich nimmt das Team Bewegung auf, setzt die Headsets auf, ein kurzer Testdurchlauf wird gemacht und um 17:15 Uhr endet die Vorstellung mit 15 Minuten Verspätung. Das mag jemand verstehen - ich nicht!
Unglücklicherweise ziehen sich die Tage so etwas in die Länge und so freue ich mich schon auf den Beginn der Wettkämpfe. Anderseits kann ich Sudoku nun auch auf dem 16 auf 16 Feld in einer vernünftigen Zeit (30 Minuten bis 2 Stunden je nach Level) spielen 
Abgesehen von dieser Verschwendung an Zeit und Personal (seit gestern sind wir ja zu zweit auf unseren 3 Venues) geht es uns hier immer noch gut, das Bergfest rückt näher und damit die Aussicht auf die Heimreise. Der große Wehrmutstropfen: Soweit sich die Lage derzeit beurteilen lässt, klappt es mit dem Ausflug zur Großen Mauer nicht mehr!
Nie hau - Moses
Letzte Änderung: 17.08.2008 um 17:47 von Moses
ZurückKommentare:
| Arbeitsplatz? | By Unbekannt on 20.08.2008 at 14:49 |
| Hoi Judy, das Bild erinnert mich an Chrisi´s Büro - als ich beim letzten Mal dort rein geschaut hab hat´s auch so ausgeschaut! Zecke |
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